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800 Jahre
Ebersweier

 

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Die Vereinschronik der Jahr 1968 - 2003

Die ersten 23 Jahre der Feuerhexen Ebersweier (1968 - 1991), sind belegt durch die Originalaufzeichnungen aus dem Schriftführerbuch der Freiwilligen Feuerwehr Abt. Ebersweier. Die weiteren Jahre wurden im Schriftführerbuch der Feuerhexen Ebersweier festgehalten:

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Die Maske:

Die Holzmaske der Feuerhexen Ebersweier existiert seit dem Jahre 1984 und wurde von einigen Hexenmitgliedern gemeinsam entworfen. Die Maske wird für uns in Haslach im Kinzigtal handgeschnitzt. Charakteristisch für die Maske der Feuerhexen ist die stark nach links gekrümmte Nase und die 4 an Wangen, Nase und Kinn platzierten Warzen.

 

    

 

Das Häs:

Das Hexenhäs besteht im wesentlichen aus: Peter (Bluse) schwarz mit Flicken , Rock rot mit 2 schwarzen Streifen an der unteren Seite, Schürze blau mit Karomuster, Halstuch rot mit weißen Punkten, Socken rot/weiß geringelt, Strohschuhen.

 

 

Der Verein:

Die Feuerhexen Ebersweier wurden im Jahre 1968 aus einer Abordnung der Freiwilligen Feuerwehr Ebersweier gegründet und zählen heute über 50 aktive Hästräger. Was eigentlich als einmalige Sache geplant war, nämlich sich einfach nur am Fasnachtsumzug 1968 mit einem Hexenwagen zu beteiligen, wurde seit damals jährlich fortgeführt. Im Jahr 1988 wurde durch die Feuerwehrmitglieder eine offizieller Verein gegründet und im Vereinsregister eingetragen. Der Verein besteht heute nicht nur aus einer Hästrägergruppe, sondern hat auch ein Tanz- und eine Theatergruppe in ihre Reihen aufgenommen. Dietmar Stutz und Werner Kuderer sind Ehrenvorstände, Ehrenmitglieder der Feuerhexen Ebersweier sind Bernd Schneider und Ewald Ganter (erster Hexenmeister der Feuerhexen 1968).

 

 

Wo wir daheim sind:

Die Feuerhexen stammen aus dem schönen Durbachtal/Baden. Der Ortsteil Ebersweier liegt cirka 5 Kilometer nord-östlich von Offenburg und hat knapp 1.200 Einwohner.

Ebersweier        Baden

Die Geschichte Ebersweier findet in alten Urkunden ihrer Niederschlag. Wahrscheinlich ging Ebersweier aus einem alemannischen oder fränkischen Herrengut hervor und wurde urkundlich 1215 in Verbindung mit dem Zisterzienserkloster Tennenbach als Ebirwilre erwähnt. Nach anderer Ansicht, eine Erwähnung des Ortsnamen mit Weiler eines Ebers gedeutet, während wieder andere Historiker auf einen vermutlichen Besitzer der Ortschaft, nämlich Eberhard von Bilenstein hinweisen, so daß Ebersweier mit Ebershardsweiler gedeutet wird.
Unter Kaiser Friedrich III. kam der Ort im 14. Jahrhundert zur kaiserlichen Vogtei Ortenau und zum Landgericht Grießheim und war somit Vorderösterreichisch. Diese Verbindung bestand dann bis 1803, wo die Ortenau im Großherzogtum Baden aufging.
Ebersweier hat bei der Baden- Württembergischen Gemeindereform in den 70er Jahren seine Zuständigkeit zur Gemeinde Durbach dokumentiert.
Das Ortswappen zeigt ein in rotem Schild schwebendes silbernes Kreuz.
Höhenlage: 173 Meter ü.M.

 


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Unser Lied (ASSA ENGILI BENGILI ):

Assa Engili bengili juphai di jupphai da
oh miss a deli sallama sallama
umba umba fliss fliss fliss
lafla lafla la fliss
kalawango stinko zwiebelewitsch
fidelium fido, oho oho 
quangquari quari quwing quwang quwari
quwirum quwarum quwei, hei

Dieser Text wird 3mal hintereinander, immmer schneller werdend gesungen.

Das Lied wird bei allen möglichen Anlässen gesungen. Es stärkt den Zusammenhalt und bringt Stimmung. 
Jedes Hexenmitglied kennt dieses Lied und kann es selbstverständlich auch frei singen.

 

 

Unsere Sommer - Helferfeste

Als Dank an alle Mitglieder und die freiwilligen Helfer beim alljährlichen Hexenball, veranstalten die Feuerhexen jedes Jahr ein großes Helferfest. Die Feste stehen jedes Jahr unter einem anderen Motto.

Die Motto's der letzten Jahre waren:

1995: Bali
1996: Burefeschd bim Runzbugglbur
1997: China
1998: Rockerparty
1999: Es wird Nacht in Palermo - Italien
2000: Bayern
2001: Indianer
2002: Neandertaler
2003: Loveparade
2004: Dschungel
2005: Brazil
2006: 70er Jahre
2007: Piraten und Freibeuter
2008: Hollywood "Stars und Sternchen"
2009: Schotten - Highland Games
2010: Ritter und Burgfräulein
2011: Mexiko
2012: Märchen
2013: Afrika (The Lion doesn't sleeps tonight)
2014: 20. Helferfest - Best of Helferfest 1995-2014
2015: Schwedenlager - 30 jähriger Krieg (800 Jahre Ebersweier 2015)
2016: Reeperbahn "Es wird Nacht auf dem Kiez"
2017: Russland - Nastrovje Womm!
2018: ??????????????

 

 

Unser Hexenbrunnen:

Im Jahre 1998 wurde von unserem Hexenmitglied Armin Heitz in liebevoller Arbeit eine fast lebensgroße Feuerhexe in Sandstein gehauen und als Brunnen in Ebersweier errichtet. Unter der Leitung von Werner Kuderer wurde der Platz dann durch uns Hexen angelegt und ist nun ein weiterer schöner Fleck in Ebersweier. Seit dem Jahr 2003 findet hier am Vatertag (Christi Himmelfahrt) und am Vorabend das Brunnenfest statt, dass die Freiwillige Feuerwehr Ebersweier ausrichtet. 

Armin Heitz an dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön.

 

 

 

 

 

Hexen in Ebersweier - Der geschichtliche Hintergrund zur Hexenfigur in Ebersweier

Aus Ebersweier, das vor vierhundert Jahren zur Landvogtei Ortenau gehörte, stammten zwei Frauen, die 1603 in Ortenberg zum Feuertod verurteilt wurden: Katharina Heyd, genannt die Urglerin und ihre Tochter Anna.

Katharina war mit Hans Heyd verheiratet und verdiente sich zusammen mit ihrer Tochter Anna ein kleines Zubrot indem sie früh morgens nach Straßburg wanderten und dort Kirschen an Patriziertöchter verkauften. Mutter Heyd braute auch Liebeszauber für die Bauernknechte und konnte lauthals fluchen wie ein "Türke". Wehe wenn die Kirschen nicht verkauft wurden und diese wieder zurück nach Ebersweier getragen werden mussten, da ging ein Sturm durch Ebersweier und das geringste was sie den Bauern wünschte war, dass ihnen der Hagel die Bäume zerschlagen sollte. Und sie wollte am liebsten "aus dem gottverdammten Neste" wegziehen. Alles in Allem eine unangenehme Person, die durch ihre böse Zunge sich selbst und ihre Tochter auf den Scheiterhaufen brachte.

Bald fiel erneut der Schatten der Hexerei auf Ebersweier. 1615 soll der damalige Schultheiss des Dorfes, Kaspar Riesser, die Ursula Anckel von Windschläg mehrfach verkuppelt haben. Die verheiratete Ursula Anckel wurde 1617 als Hexe angeklagt. Diesmal kam sie mit dem Leben davon. Erst im März 1629 ereilte sie ihr Schicksal.

Seit 1516 tritt der Familienname Heyd in mehreren Urkunden, Durbach und Ebersweier betreffend, auf. Er gehört, wie Byser/Bieser, zu den ältesten im Tal.

Noch heute erzählt man sich in Ebersweier vom "Hexenzipfel". Das ist der Bereich Wiesenstraße/Kestengässle. Geschichten über verhexte Kühe, die keine Milch mehr gaben werden weitergegeben. In diesem Fall soll man eine geweihte Kerze unter der Kuh anzünden, die mit Hilfe einer Glocke zum Verlöschen bringen, verteilt dann den entstandenen Rauch um die Kuh und damit war der Zauber gebrochen.
Sogar von einem "unbrennbaren Buch" ist zu berichten. Es wurde beim Umbau eines Hauses - im o.g. Bereich von Ebersweier - unter dem Dielenboden gefunden. Als man es mit den Holzabfällen verbrennen wollte, blieb es unversehrt und man rief den Pfarrer zu Hilfe. 
In diesem Bereich erinnert auch seit 1998, jedoch eher unbewusst, der Brunnen der Feuerhexen Ebersweier an die unglücklichen Ebersweierinnen.

Auch Franz Volk erwähnt in seinem Buch "Hexen in der Ortenau" das Dorf Ebersweier und die besagte Familie Heyd: 
"Sie wohnte am Eingange des freundlichen Thales, welches sich von der Rheinebene über Durbach an die Brandeck zieht, im Dorfe Ebersweier, wo die kleinen schmucken Häuschen zerstreut unter dem Schatten blühender und früchtereicher Obstbäume, wie eine Lämmerherde auf buschiger Heide, lagen. Zur Frühlingszeit sahen die rotwangigen Kirschen die Urglerin so bittend an, dass sie ihnen helfen möchte. Wenn sie nicht bald gepflückt wurden, das stand fest, warf man sie wie Hexen in das Feuer des Brennkessels......."

(Quelle: Sieglinde Merklinger, Offenburg / Franz Volk-Hexen in der Ortenau)

 

 

 

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Latest update: 25. März 2018

FEUERHEXEN EBERSWEIER e.V.